Ab dem 1. Januar 2026 gelten in mehreren Kantonen neue Finanzierungsregeln für pflegende Angehörige. Der Kanton St. Gallen senkt die Höchstansätze der Restkostenbeiträge um rund 40 Prozent. Die Folge: Pflegende Angehörige werden trotz Pflegehelferkurs tiefer vergütet als Pflegehelfer:innen anderer Leistungserbringer wie z.B. aus der öffentlichen Spitex – obwohl die Ausbildung gleichwertig ist.
Gleiche Arbeit, ungleicher Tarif
Wer als pflegender Angehöriger in der Schweiz entlöhnt werden will, muss einen Pflegehelferkurs (SRK oder gleichwertig) absolvieren. Die Qualifikation entspricht damit jener einer Pflegehelfer:in in der öffentlichen Spitex. Die gleiche Leistung wird ab 2026 aber unterschiedlich abgegolten – je nachdem, wer sie erbringt. Für Gemeinden heisst das: Übernimmt die öffentliche Spitex die Pflege, fallen bis zu 40 Prozent höhere Restkosten an als bei Angehörigenpflege (Aktuelle Hochstansätze in St.Gallen).
Warum ein Zürcher Anbieter Schlagzeilen macht
Ein Zürcher Anbieter hat angekündigt, die höheren Tarife trotzdem abzurechnen, indem er pflegende Angehörige als professionelle Pflegekräfte deklariert (Bericht im Tagblatt). Der Kanton Zürich warnt: Falsche Angaben auf Rechnungen könnten als Urkundenfälschung gewertet werden.
Unsere Haltung: transparent und ehrlich
Die Unipflege distanziert sich ausdrücklich von solchen Umgehungspraktiken. Wir rechnen nach den neuen, tieferen Ansätzen korrekt ab – auch wenn wir die Regelung fachlich und sozialpolitisch hinterfragen. Gleich qualifizierte Pflege gehört gleich entlöhnt. Die aktuelle Regelung schafft einen echten Fehlanreiz im System: Für Steuerzahlerinnen und Steuerzahler ist die Pflege teurer, sobald dieselbe Leistung nicht von einer angehörigen, sondern von einer externen Pflegeperson erbracht wird.
Was Unipflege einzigartig macht
Trotz der Kürzungen bleibt die Entschädigung bei uns fair, sozialversichert und nachvollziehbar. Unsere diplomierten Pflegefachpersonen begleiten Sie persönlich, klären über Ihre Rechte auf und unterstützen bei administrativen Fragen – ehrlich und transparent.
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