Trisomie 21 (Down-Syndrom)

Die Trisomie 21, besser bekannt als Down-Syndrom, ist eine angeborene genetische Besonderheit, die durch das dreifache Vorhandensein des Chromosoms 21 verursacht wird. Im Normalfall besitzt jeder Mensch 46 Chromosomen, angeordnet in 23 Paaren. Bei der Trisomie 21 liegt das Chromosom 21 jedoch dreifach statt doppelt vor. Dies führt zu einer Veränderung der genetischen Information, welche die körperliche Entwicklung und die kognitiven Fähigkeiten beeinflusst. Obwohl das Down-Syndrom nicht heilbar ist, haben Menschen mit Down-Syndrom durch verbesserte medizinische Versorgung und Förderung eine deutlich gestiegene Lebenserwartung und Lebensqualität.

Die Trisomie 21 ist die häufigste Chromosomenanomalie und die häufigste Ursache für eine angeborene geistige Behinderung. Die Prävalenz liegt in der Schweiz bei etwa 1 von 700 Geburten.

Merkmale und gesundheitliche Aspekte von Trisomie 21

Die Ausprägung der Merkmale ist individuell sehr unterschiedlich. Neben der meist milden bis moderaten kognitiven Beeinträchtigung können folgende körperliche Merkmale und gesundheitliche Aspekte auftreten:

  • Typische körperliche Merkmale: Oftmals eine flache Gesichtsform, schräg nach oben außen gestellte Augen mit einer Hautfalte am inneren Augenwinkel (Epikanthus-Falte) und eine geringere Muskelspannung (Muskelhypotonie).
  • Entwicklungsverzögerung: Motorische und sprachliche Fähigkeiten entwickeln sich oft langsamer.
  • Herzfehler: Angeborene Herzfehler sind ein häufiges Begleitproblem.
  • Erhöhtes Risiko: Häufiger treten Seh- und Hörstörungen, Fehlfunktionen der Schilddrüse sowie eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte auf.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Trisomie 21 entsteht durch einen Fehler bei der Zellteilung (Meiose) entweder der Eizelle oder der Samenzelle, meist jedoch bei der Eizelle. Dieser Fehler, die sogenannte Non-Disjunction, führt dazu, dass das Chromosom 21 dreifach in die Zelle gelangt.

  • Genetische Ursache: In den allermeisten Fällen (ca. 95 %) liegt eine freie Trisomie 21 vor, die eine zufällige, nicht vererbte Veränderung darstellt.
  • Risikofaktoren: Der einzige bekannte und statistisch signifikante Risikofaktor ist das Alter der Mutter. Mit zunehmendem Alter der Mutter steigt die Wahrscheinlichkeit, ein Kind mit Trisomie 21 zu bekommen.

Förderung und Management

Obwohl die Trisomie 21 nicht geheilt werden kann, konzentriert sich das Management auf die frühe Förderung und die Behandlung der Begleiterscheinungen, um die bestmögliche Entwicklung zu gewährleisten.

  • Frühförderung: Logopädie, Physiotherapie und Ergotherapie sind essenziell, um die motorischen und sprachlichen Fähigkeiten zu entwickeln.
  • Medizinische Überwachung: Regelmäßige Kontrollen (insbesondere des Herzens, der Schilddrüse und der Sinnesorgane) sind notwendig, um Begleiterkrankungen frühzeitig zu behandeln.
  • Inklusion und Bildung: Eine inklusive Beschulung und soziale Integration fördern die kognitive und soziale Entwicklung.

Wie die Unipflege bei Trisomie 21 unterstützen kann:

  • Beratung in Sozialleistungen wie die Hilflosenentschädigung
  • Direkte Ansprechperson in der Pflege zu Hause z.B Unterstützung in der Aufklärung der Diagnose, wie es weiter geht
  • Monatlicher Hausbesuch und telefonischer Kontakt mit der Pflegefachperson der Unipflege 
  • Information und Involvierung von Unterstützungsmöglichkeiten, Beratungsstellen wie insieme21 (https://www.insieme21.ch)
  • Aufbau eines Unterstützungsnetzwerk
  • Austausch mit möglichen weiteren Leistungserbringer die in der Pflege, Behandlung und Therapie involviert sind

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